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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

Institutionen _______________________________ THEMEN rung von übergreifenden bibliothekarischen Aktivitäten (z. B. Verbundssekre- tariat, Regelwerkskonferenzen), die Bereitstellung von Informationsdatenban- ken und Katalogen, bibliotheksbezogene Entwicklungsleistungen z. B. auf den Gebieten der Bestandserhaltung und Retrokonversion, die Organisation von Meinungsbildungsprozessen im Bibliothekswesen sowie die Öffentlichkeitsar- beit. Im Rahmen des deutschen Einigungsprozesses hat das DBI durch seine Beratungsaktivitäten einen wichtigen Beitrag zum Aufbau funktionsfähiger Bibliotheksstrukturen in den neuen Bundesländern geleistet. Im Hinblick auf seine Kernaufgaben wurde das DBI in der Vergangenheit seinem satzungs- gemäßen Auftrag der Erforschung, Entwicklung und Vermittlung bibliothekari- scher Methoden und Techniken aber nur teilweise gerecht, was vor allem bei den Serviceleistungen für die wissenschaftlichen Bibliotheken deutlich wird. Hinsichtlich der neueren Entwicklungen auf dem Sektor der Kommunikations- und Informationsmedien nimmt das DBI seine innovatorische Rolle nur zö- gernd wahr. Bedeutung und Kernbereiche seiner Tätigkeiten werden in dieser Zusammenfassung auch aus der Sicht des DBI zutreffend beschrieben. Allerdings werden auch zwei Punkte deutlich, die sich in den ausführ- lich gefaßten Einzelkapiteln bis hin zu den Empfehlungen fortsetzen: 1. Es wird pauschal behauptet, das DBI erbringe zu wenig Dienstleistungen für die wissenschaftli- chen Bibliotheken, ohne daß an irgendeiner Stelle diese Defizite konkret und nachvollziehbar be- schrieben werden. 2. Es wird dem DBI vorgeworfen, im Bereich der Kommunikationstechnik zu wenig innovativ tätig geworden zu sein. Das DBI selbst hat gegenüber dem Wissenschaftsrat eine Begründung für den relativ geringen Anteil an Entwicklungsaufgaben im Berichtszeitraum gegeben. Diese Begründung wird an anderer Stelle auch zitiert, aber an entscheidender Stelle nicht mehr in den gehörigen Zusammenhang gebracht. 1991-1995 hat das DBI die Mehrheit seiner Kapazitäten auf die Erstellung von Dienstleistungen, auf Fortbildung und Beratung für den deutsch-deutschen Einigungsprozeß konzentriert. Es hat zugesagt (und diese Zusage eingehalten/, die Entwicklungsvorhaben ab 1996 wieder zu verstärken. Man kann diese politische Entscheidung kritisieren (was nicht geschieht), man darf das Fehlen von Entwicklungstätigkeiten jedoch nicht als pure Schlafmützigkeit charakterisieren. Erste Ansätze etwa bei einer Weiterentwicklung der vom DBI aufgebauten Zeitschriftendatenbank sind jedoch erkennbar. Insgesamt wird das DBI die von ihm zu leistenden Service- und Entwicklungsaufgaben in Zukunft wirksa- mer erbringen können, wenn es sich den Modernisierungsanforderungen in inhaltlicher, organisatorischer, personeller und technischer Hinsicht konse- quent stellt. Neben einer Verbesserung der technischen Ausstattung, und einer Umschichtung der Personalstellen hin zu einem höheren Anteil von Wis- BIBLIOTKEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 12 2315
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