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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

THEMEN _____________________________ Institutionen te sagen würde, als unser Pech bezeichnen, aber demjenigen, der uns vorhielte, daß wir etwas eher hätten damit beginnen sollen, sei in Erinnerung gerufen, daß wir zwischenzeitlich ein bedeutendes geschichtliches Ereignis in Deutschland zu verzeichnen hatten, dem wir uns in den Jahren 1992 · 96 mit veränderten Prioritäten gestellt haben und für das uns auch nachträglich keine aufgewendete Arbeitsstunde zuviel war. Daß der Wissenschaftsrat nicht die Gründe anerkennt, die dazu geführt haben, daß wir nach einer ausgezeichneten Bewertung vor diesem Zeitraum nunmehr zu viele Ansätze für Kritik bieten, ist - neben einigen uns bekannten Hintergründen dieser Bewertung · ein Grund, warum wir dieses Gutachten nicht unwidersprochen hinnehmen. Wir veröffentlichen den Text, weil wir meinen, Î50 Arbeitsplätze nehmen einen Gutachter in die Pflicht, sich jeden Satz eines solchen Gutachtens mit Verantwortung und Sorgfalt zu überlegen, sich auf zu benennende Fakten zu stützen, Kritik an Sachverhalten festzumachen und damit konstruktiv werden zu lassen, denn jeder Satz wiegt schwer. Ein solcher Stil inhaltlicher Qualität würde auch Akzeptanz beim Beurteilten finden. Wer das frühere Gutachten mit dem des Jahres 1997 vergleicht, wird verstehen, was wir meinen. Wir wollen hiermit die Fachöffentlichkeit über Inhalt und Gehalt des Gutachtentextes informieren und auf Schwachpunkte hinweisen. Schwachpunkte gibt es nicht nur im DB/.______________ B. Bewertung B.l. Zur Bedeutung des DBI In einem föderal strukturierten Staat wie der Bundesrepublik Deutschland mit einem stark ausdifferenzierten Bibliothekswesen ist eine Serviceeinrichtung, die ihre Tätigkeit an länderübergreifenden Interessen der deutschen Bibliothe- ken und damit auch an den Bedürfnissen des Gesamtsystems der überregio- nalen Literatur- und Informationsversorgung ausrichtet, unerläßlich. Zwar übernehmen regionale Verbünde, überregional bedeutende Bibliotheken, Unterhaltsträger und Vereinigungen, die überregionale Bibliotheksförderung betreiben, sowie überregionale Vereine und Verbände Aufgaben im deutschen Bibliothekswesen; doch sind sie - auch gemeinsam - nicht in der Lage, Bera- tungs- und Dienstleistungen gesamtstaatlich und spartenübergreifend zu erbringen sowie innovative Konzepte anzuregen, zu entwickeln und zu reali- sieren. Mit Blick auf die rasch fortschreitenden Entwicklungen im Bibliotheks- bereich, die sich in Richtung auf eine virtuelle Bibliothek bewegen und sich in Zukunft noch beschleunigen dürften, besteht großer Bedarf an einer Einrich- tung, die sich nicht nur auf das Angebot vielfältiger Dienstleistungen für Biblio- theken konzentriert, sondern an der vordersten Entwicklungsfront aktiv wird, um neue bibliothekarische Methoden, Techniken und Systeme zu entwickeln und den Bibliotheken zur Verfügung zu stellen. Das Aufgabenspektrum des DBI umfaßt Beratungsdienstleistungen für das gesamte öffentliche und wissenschaftliche Bibliothekswesen, die Koordinie- 2314 BlBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 12
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