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Volume Heft 12

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue31.1997 (Rights reserved)

Erschließung _____________________________THEMEN Alle Unterschiede, die bezüglich der Anwendung von formalen Angaben wie Sammlung, Formalsachtitel, Sprach- und Datumsangaben, Dokumenttypen etc. bestehen, können durch Kodierung ohne Schwierigkeiten vereinheitlicht und dann automatisch getauscht werden. Was die Verzeichnung der Mehrbändigkeit angeht, sehe ich allerdings bei den amerikanischen Kollegen keine große Begeisterung, jedoch Bereitschaft, die Probleme zu lösen. Die europäischen Kollegen (auch AACR-Anwender wie England) legen größten Wert auf die Verzeichnung von Bandinhalten, nicht notwendigerweise auf hierarchische Darstellung. Hier gilt es, einen Modus zu finden, daß diese Inhalte getauscht werden können. 6.2 Abschließende Bemerkungen und Eindrücke: Einige Kollegen aus Schweden, Dänemark und Rußland haben nach der Po- diumsdiskussion zu Michael Gormans und Pat Oddys Vortrag gefragt, ob es nicht wünschenswert wäre, wenn die europäischen Länder enger auf dem Regelwerksgebiet zusammenarbeiten könnten. Ich habe daraufhin vorge- schlagen, eine geschlossene41 europäische Liste für ,,Regelmacher" einzurich- ten. Auf dieser Liste sollten Standards ausgearbeitet werden, denen dann bereits europäischer Konsens zugrundeliegt. Diese könnten gemeinsam dem JSC unterbreitet werden. Kollegen aus den AACR-Ländern sollten als Ratge- ber und Beobachter ebenfalls Mitglieder dieser Liste werden. Man könnte z. B. mit der Festlegung der Codes für den Komplex ,,Formaltitel" beginnen, der bei uns vordringlich zu bearbeiten ist. Die in Toronto vertretenen Kolleginnen der Länder Dänemark, Schweden, Rußland und England zeigten großes Inter- esse. Insgesamt gesehen ist - nach meinem Eindruck - der Wunsch nach Revision der Regeln und des Formats (vor allem was die Online-Gängigkeit betrifft) im anglo-amerikanischen Umfeld nicht so ausgeprägt wie bei uns, obwohl der ökonomische Druck sicher ähnlich ist. Vor allem wird das MARC-Format kaum kritisch betrachtet. Um es überspitzt auszudrücken, es scheint fast sa- krosankt zu sein. Wenn wir uns schneller der Online-Welt anpassen (durch Kodierung, Aufhe- bung von Redundanzen etc.), aber gleichzeitig ISBD und andere ,,Standards" noch darstellen können, werden wir den Datentausch nicht behindern, son- dern eher fördern. Ein weiterer Eindruck: In der AACR-Welt ist das Thema Katalogisierung nicht ausschließlich Katalogspezialisten überlassen. Dort ist es keine Schande für Manager und Datenbankfachleute, für Professoren und Direktoren, sich inhalt- lich mit den Strukturen, der Logik, der Produktionstechnologie etc. von Kata- logregeln und Format konstruktiv auseinanderzusetzen. Deshalb haben BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 12 2299
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