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Volume Heft 11

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN ________________________________ Technik · 38 Anwesende meinten, vorläufig bei BIS-LOK bleiben zu wollen, aber die Entwicklung von Aleph wohlwollend zu verfolgen und durchaus einen Umstieg auf Aleph in Erwägung zu ziehen. · Ein erheblicher Teil der jetzigen BIS-LOK-Anwender/innen konnte sich noch zu keiner Entscheidung durchringen und enthielt sich der Stimme. Einige hätten ihre gegenwärtige Einstellung so beschrieben: mittelfristiger Umstieg weg von BIS-LOK auf ein anderes System, das möglicherweise auch Aleph heißen kann, aber nicht muß. Wie kam es nun zu diesem bunt gemischten Bild? Bei aller Kritik, die in den letzten Jahren an BIS-LOK laut geworden war - irgendwie hat man sich an sein gutes altes BIS-LOK gewöhnt und weiß inzwischen, wie man die Klippen umschifft. Daß man mit BIS-LOK arbeiten kann, und zwar gar nicht so schlecht, stellt niemand in Frage. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist aber, daß BIS-LOK nicht mehr ,,state of the art" ist; das müssen auch die entschiedensten BIS- LOK-Befürworter/innen zugeben. An diesem Zwiespalt orientiert sich auch die Strategie von ExL in bezug auf BIS-LOK. Es wird - glaubhaft! - zugesichert, daß BIS-LOK weiter gepflegt und supportet wird. In der Tat hat kurz vor der Tagung die Auslieferung der fehler- bereinigten Version 3.1 begonnen. Die Weiterentwicklung von BIS-LOK wird aber nur noch moderat erfolgen und sich beschränken auf Verbesserung der Stabilität, Vereinfachung des admi- nistrativen Umfelds, Verbesserung der Performance und Oberflächengestal- tung sowie Anpassung an MAß 2. Die Funktionalität wird nicht mehr erweitert, es wird kein Wechsel auf eine Standard-Datenbank erfolgen, es wird keine grafische Oberfläche geben. Wann der Punkt erreicht ist, an dem die weitere Pflege von BIS-LOK tech- nisch und wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist, blieb offen. Niemand sprach offen aus, daß es ihn eines Tages geben wird; trotzdem zweifelt wohl niemand daran, daß dieser Punkt in gar nicht so ferner Zukunft liegt. Unbestritten bei den Firmenvertretern war und ist auch, daß BIS-LOK für klei- nere Bibliotheken besser geeignet ist als Aleph bei seinem jetzigen Entwick- lungsstand. Vor allem solange die Windows-NT-Version von Aleph noch nicht vorliegt, ist dieses System für kleine Bibliotheken - etwa mit bis zu zehn Ar- beitsplätzen - überdimensioniert. In Novell-Umgebungen läuft Aleph nur, wenn dafür ein Windows-NT-Server eingerichtet wird. Außerdem setzt Aleph die Verwendung von TCP/IP voraus. Dieses System kommt nun mal aus dem Bereich der Universitätsbibliotheken und Verbundsysteme und kann diese Herkunft nicht verleugnen. Von daher ist die Unsicherheit für kleine Anwen- 2172 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 11
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