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Volume Heft 9

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 31.1997 (Rights reserved)

THEMEN ________________________________ Technik 1996 an der Universität zu Köln abgeschlossen; und die Vertreterinnen und Vertreter der Bibliotheken, die am Beta-Test teilgenommen hatten, wurden von den anderen mit Fragen überschüttet.5 Im Laufe des Jahres 1996 wurde BIS-LOK 3.0 zwar ausgeliefert, aber nur sehr zögerlich angenommen. Diese Version lief sehr instabil, so daß sich viele an den Umstieg nicht recht herantrauten. Außerdem hatten sich die Hardware- Anforderungen durch die neuen Funktionen erheblich erhöht. Ein gravierendes Problem bestand auch darin, daß man die neue Version nicht so einfach be- dienen konnte. Frühere Release-Wechsel hatten in dieser Hinsicht nie Schwie- rigkeiten bereitet; aber die neue Version, vor allem deren Erwerbungskompo- nente, die völlig umprogrammiert worden war, war ohne vorhergehende Schu- lung praktisch nicht bedienbar. Bis zur sechsten Tagung an der Humboldt-Universität Berlin im März 1997 arbeiteten daher viele Bibliotheken noch immer mit BIS-LOK 2.1 oder sogar 2.0. Es war daher schwer, eine gemeinsame Diskussionsgrundlage zu finden. Außerdem häuften sich die Gerüchte, daß Firma DABIS erhebliche wirtschaft- liche Schwierigkeiten hatte. Wozu sollte man über die Weiterentwicklung von BIS-LOK diskutieren, wenn gar nicht sicher war, ob die Firma und ihr Produkt noch lange bestehen würden? Die Unsicherheit wurde eher noch verstärkt dadurch, daß die anwesenden Firmenvertreter/innen die neuen Produkte Co- libri, den WWW-OPAC zu BIS-LOK, und vor allem Virtua anpriesen. Für letzte- res Produkt hatte DABIS die Vertriebsrechte für Deutschland von der ameri- kanischen Firma VTLS übernommen. Insgesamt war die Stimmung in Berlin eher etwas gedämpft. Danach überschlugen sich die Ereignisse. DABIS lud zu einem Kundenforum im Rahmen des Bibliothekskongresses in Dortmund im Mai 1997 ein. Dort wurde angekündigt, daß die Firma kurz vor einer Fusion mit einer großen Un- ternehmensberatung stehe, die selbst auch ein bibliothekarisches Produkt vertreibt. Der Name wurde nicht bekannt gegeben, so daß ein Rätselraten in größerem Umfang einsetzte. Zu dieser Fusion kam es aber nicht. Erst kamen Gerüchte, dann verläßliche Informationen darüber, daß die Firma am 5. Juni 1997 Konkurs angemeldet hatte. Einen Monat später stand fest, wer die Nachfolge-Firma war. Die israelische Firma Ex Libris, die das an der Hebräischen Universität Jerusalem entwickelte Produkt Aleph vertreibt und bereits in ca. 30 Ländern tätig ist, übernahm die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DABIS, sofern diese nicht von sich aus in der Phase der Ungewißheit abgewandert waren. Sie übernahm die Rechte an BIS-LOK und BIS, und sie übernahm die bestehenden Verträge weitgehend. Der deutsche Zweig der Firma ist seit dem 4. Juli 1997 unter dem Namen Ex/- 2166 BIBLIOTHEKSDIENST 31. Jg. (1997), H. 11
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