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Volume Heft 3 Keep it simple? Retrospektive Katalogkonversion in einer Forschungsbibliothek - ein Erfahrungsbericht

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

THEMEN __________________________________ Beruf 4.2.2 Profilbildung Unter den genannten Prämissen können die bestehenden Unterschiede zu einer Profilbildung der einzelnen Fachhochschulen beitragen.Wünschenswert wäre es, daß der Hochschulort von den Studierenden, nicht wie üblich, nach dem Wohnort, sondern nach dem speziellen Angebot der Fachhochschule ausgewählt wird.Dafür ist es notwendig, daß dieses Profil nach außen bekannt wird, daß die Fachhochschuleh mit ihren Besonderheiten werben und gezielt Öffentlichkeitsarbeit betreiben. 4.3 Interdisziplinarität und Ressourcennutzung Die meisten bibliothekarischen Ausbildungsinstitute sind Bestandteil einer größeren Einheit, nämlich Fachbereich einer Fachhochschule. Der Verlust der Selbständigkeit der früher z.T. eigenständigen Einrichtungen mag zwar in vielen Punkten schmerzlich gewesen sein, er bietet jedoch auch die Chance zur Interdisziplinarität und zur Nutzung fachbereichsübergreifender Ressour- cen. In Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen kann die bibliothekari- sche Ausbildung auf einen wirklich breiten Sockel gestellt werden. Es bieten sich dafür Fachbereiche an wie Kommunikation und Kommunikationsdesign, Design, Druck, Informatik, Betriebswirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit oder Kul- turmanagement. Auch eine Kooperation mit anderen Hochschulen am Ort, z.B. im Rahmen gemeinsamer Projekte, mag bereichernd sein. Bibliothekare können von anderen Berufsgruppen einiges lernen, wie sie ihre Arbeits- und Dienstleistungen besser darstellen und vermarkten können. Sie sollten sich nicht scheuen, auf deren Wissen zurückzugreifen! 4.4 Möglichkeiten der Weiterqualifizierung Eine Perspektive fehlt in Deutschland leider fast völlig: die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren, um entsprechend besser dotierte Arbeitsplätze an- streben zu können. Sehr gute Absolventen, d.h. mit einem Examensnotendurchschnitt von maxi- mal 1,5, können sich am Institut für Buchwesen der Universität Mainz um ein Promotionsstudium bemühen, doch dieser Weg ist für die eher praktisch veranlagten Kolleginnen und Kollegen, die sich erst im Berufsalltag bewährt haben, versperrt. Mittlerweile bietet sich auch an der Humboldt-Universität zu Berlin die Chance zur Promotion. Daneben besteht derzeit in Berlin die Möglichkeit, durch ein viersemestriges Fernstudium ein Zertifikat für den wissenschaftlichen Bibliothekar zu erwer- ben. Der Vorteil liegt darin, daß dies berufsbegleitend geschehen kann, doch leider ist mit diesem Zertifikat keine Zugangsberechtigung für den höheren Bibliotheksdienst verknüpft. 1886 BIBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 11
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