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Volume Heft 10 Computergestützte Auftragsvergabe bei der Zeitschriftenbindung in der Bibliothek der Hochschule der Künste Berlin

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Technik ______________________________THEMEN -großen und -färben, Quer- oder Längsrichtung sowie die Höhe der jeweiligen Grundlinie gewählt werden können und die ohne vorherige Angabe der Schnittmaße nicht möglich ist, meldet das System dann automatisch, wann der zur Verfügung stehende Platz nicht ausreicht. Nach Auswahl der Einband- farbe kann die Decke mit Beschriftung zur Kontrolle auf dem Bildschirm ge- zeigt werden. Der Auftrag, gegebenenfalls ergänzt durch spezifische Binde- anweisungen (Klebebindung, Fadenheftung, Behandlung von Titelblättern oder Beilagen usw.) sowie bibliotheksinterne Ordnungskriterien (Abteilungs- bezeichnungen o.a.), wird dann unter einer individuellen Nummer abgespei- chert, unter der er später wieder aufgerufen werden kann. Hier ist auch der Einsatz von Strichcodes möglich. Insgesamt wurden in der HdK-Bibliothek die Daten für knapp 500 Zeitschrif- tenbände eingegeben - wegen der verschiedenen Standorte der einzelnen Bibliotheksabteilungen jeweils vor Ort auf einem Laptop. Alle erfaßten Daten wurden schließlich zur Kontrolle ausgedruckt und von den jeweils bislang mit Buchbindeaufträgen befaßten Kolleginnen und Kollegen gegengelesen - hauptsächlich im Hinblick auf korrekte Beschriftungs- und Farbangaben, da diese Produktionsdaten vor der Deckenfertigung in der Regel wohl nicht mehr überprüft werden bzw. auch nicht überprüft werden können. Schnittmaße werden dagegen in der Buchbinderei routinemäßig kontrolliert, so daß keine halbierten Zeitschriften befürchtet werden müssen; natürlich kann es jedoch bei falschen Maßen passieren, daß der Rückenaufdruck in der vorgesehenen Form nicht mehr möglich ist (wenn etwa der Band schmaler wird, als ge- dacht). Die korrigierten Auftragsdaten wurden schließlich auf Disketten abge- speichert und diese den Zeitschriftenheften mitgegeben. (Das zum Programm LTITEL gehörige Datenbankmodul mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten wurde in diesem Stadium noch nicht benutzt.) Der Rücklauf zeigte, daß die Befürchtungen in der Bibliothek angesichts der neuen, für manche vielleicht etwas unheimlichen Technik grundlos gewesen waren. In den allermeisten Fällen sahen die Bände wie vorgesehen aus; auch die vielen verschiedenen Einbandfarben, die bei dem sonst oft üblichen Ma- gazineinerlei schmunzelnd als typisch für eine Kunstbibliothek kommentiert wurden, aber durchaus auch praktische Gründe haben, waren kein Problem. Einige wenige falsche Beschriftungen ließen sich mit eigenen Fehlern bei der Datenkorrektur erklären, gelegentlich wurden die allerdings auch ziemlich spröden Ausdrucke der Produktionsdaten nicht ganz verstanden. Handwerkli- che Mängel waren selten, kamen natürlich auch beim herkömmlichen Verfah- ren mitunter vor und wurden nach Reklamation beseitigt. Bei der diesjährigen Zeitschriftenbindung war das Verfahren sehr viel einfa- cher und schneller, da auf bereits vorhandene Daten zurückgegriffen werden BlBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 10 1769
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