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Volume Heft 1 Internet: Das erste OMNI-Seminar in London

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Neue Medien ---------------------------------------------------------- THEMEN Zugang zu medizinischen (Internet-)Ressourcen zu bieten. Da sich ernstzu- nehmende deutsche Initiativen mit einer ähnlichen Zielrichtung noch im Pla- nungsstadium befinden2', mag ein detailierter Überblick von diesem ,,arbeitenden" Projekt vielleicht gerade rechtzeitig kommen, um einige Anre- gungen geben zu können. OMNI speist sich aus zwei Quellen: der BIONIR-lnitiative und dem Follett- Report. In BIONIR (Biomédical Networked Information Resources) hatten sich schon früh britische Medizinbibliothekare zusammengefunden, um auf freiwil- liger Basis die wie Pilze nach einem Frühlingsregen aus dem Boden schie- ßenden Internet-Quellen systematisch zu erschließen. Angesichts der Größe der Aufgabe wurde aber bald deutlich, daß dieses Unterfangen ohne profes- sionelle Organisation und eigene Mitarbeiter zum Scheitern verurteilt sein würde. Die dazu notwendige Finanzierung wurde durch den Follett-Report ermöglicht, der von den britischen Unterhaltsträgern der Bibliotheken (den Higher Education Founding Councils) in Auftrag gegeben wurde, um die Bi- bliotheksversorgung der britischen Hochschulen zu untersuchen3'. Der Report kommt u. a. zu dem Schluß: "The exploitation of IT (information technology) is essential to create the effective library service of the future" und empfiehlt, eine Anzahl von Entwicklungsprojekten ins Leben zu rufen, um den Gebrauch von Informationstechnologie auf bestimmten Gebieten zu fördern. Die Regie- rung genehmigte daraufhin für ein Electronic Libraries Programme^ 12 Mio. Pfund auf drei Jahre. Mittlerweile sind unter der Schirmherrschaft des Joint Information Systems Committee (JISC) zahlreiche Projekte ins Leben gerufen worden, die von der Follett Implementation Group on Information Technology (FIGIT) überwacht werden. Projektthemen sind u.a.: elektronische Dokument- lieferung, elektronische Zeitschriften, Digitalisierung, Archivierung, Publishing- on-demand, Copyright-Fragen und Zugang zu Netz-Ressourcen. Zu der letz- ten Gruppe von Projekten gehört OMNI '. OMNI wird nicht nur mit Sach- sondern auch mit Personalmitteln gefördert und kann dadurch auf einen festen Stamm von fünf Mitarbeitern mit insge- samt 2,5 vollen Stellen bauen. Die Leiterin von OMNI ist Sue Welsh . Wer gerne als Freiwilliger bei OMNI mitarbeiten möchte und z.B. ein bestimmtes Land oder Fachgebiet betreuen möchte, kann sich per E-Mail an sie wenden. Sechs britische Medizinbibliotheken und das Wellcome Center for Medical Science unterstützen dieses Projekt, weil sie die Aufgabe, einen qualitativ hochwertigen Zugang zu medizinischen Informationen zu gewährleisten, an- gesichts der chaotischen Zustände im Internet für vordringlich halten. Das Schwergewicht liegt eindeutig auf den britischen Internetquellen, die mög- lichst vollständig erfaßt werden sollen. OMNI ist unter der URL BIBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 1 91
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