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Volume Heft 8/9 Bibliothekarische Öffentlichkeitsarbeit durch Informationsangebote im World Wide Web

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Neue Medien _____________________________ THEMEN ben zu können" - im Unterschied zur Produktwerbung, bei der es um die Verkaufsförderung einzelner Produkte geht. Durch Öffentlichkeitsarbeit soll ,,das Image des Unternehmens im Urteil der Öffentlichkeit so positiv wie mög- lich" gestaltet werden.21 Wenn wir nun von dieser Definition her noch einmal den Absatz aus der taz lesen, dann haben wir die Grundüberlegungen für unser Thema geleistet: Das Internet ist ein geeignetes Medium zur Imagepflege, zur Öffentlichkeitsarbeit, und dies kann geschehen sowohl durch Informationen über das Unternehmen selbst als auch durch das Anbieten allgemein nützlicher Informationen. 1. Das Internet als ein geeignetes Medium zur Öffentlichkeitsarbeit Unabhängig davon, ob die Zahl der Internet-Nutzer weltweit 20, 40 oder 60 Mio. beträgt: an deutschen Universitäten nehmen Angebot und Nachfrage ständig zu, und das universitäre Publikum ist natürlich die primäre Öffentlich- keit für eine Universitätsbibliothek. Dabei ist noch vor dem Inhalt und der Gestaltung bibliothekarischer l/WI/l/V-Seiten wichtig, daß wir überhaupt im Internet präsent sind: denn selbst eine Bibliothek, die erst jetzt M/eo-Seiten aufbaut, wird an den meisten Universitäten in Deutschland damit noch vor etlichen Fakultäten und Instituten liegen - eine Bibliothek jedoch, die noch ein Jahr wartet, wird durch diese Verspätung kaum dazu beitragen, ihre Stellung als universitäres Informationszentrum zu festigen.3' Die ,,sich verändernde Umwelt"4' einer Universitätsbibliothek ist ihre Universi- tät, und im Zuge von Haushaltsreformen - Stichwort Globalhaushalt - nimmt die direkte Abhängigkeit der Bibliothek von ihrer Universität zu. Konkret: wenn die Mittel der Bibliothek nicht mehr von vornherein im Landeshaushaltsgesetz als eigener Posten festgesetzt sind, sondern von der Universität zugewiesen werden, muß die Bibliothek natürlich versuchen, ein möglichst positives Bild von sich in der universitären Öffentlichkeit zu erlangen: sonst kann sie in eine abwärtsführende Spirale von Mittelkürzungen und daraus folgenden schlech- tem Angebot wie schlechtem Service, folglich Imageverlust und weiteren Mittelkürzungen geraten. Die universitäre Umwelt ist zur Lebensgrundlage geworden. Es verändern sich aber nicht nur unsere finanziellen Lebensbedingungen, es verändert sich auch der Inhalt unserer Tätigkeit selbst, fast möchte ich sagen: es verändert sich das Wesen des Bibliothekarischen, und zwar genau durch das Internet. Wir Bibliothekare unterschätzen das Internet: zum einen, weil wir Bücher mögen, zum ändern, weil wir in Bibliotheken arbeiten und uns deshalb Informationen und Texte in gedruckter Form schnell zur Verfügung stehen: BIBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 8/9 1 5 4 3
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