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Volume Heft 1 Darmstädter Bibliotheken im World Wide Web

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Neue Medien -------------------------------------------------------- THEMEN eine ungeheure Expansion und sind mittlerweile zum Standard für den Infor- mationstransfer in den internationalen Datennetzen geworden. Diese Entwick- lung kam allerdings nicht unerwartet; denn seine leichte Bedienbarkeit wie vor allem auch die systemübergreifende Verfügbarkeit haben dieses von CERN und NCSA entwickelte Verfahren von Anfang an als das Zukunftsmedium für die Benutzung der Daten-Highways prädestiniert. Der Zugang zum ,,Web" ist nicht mehr auf proprietäre Systeme beschränkt, sondern von den verschie- densten Rechnelplattformen aus möglich, wenn man - wie alle Fachbereiche der THD - über einen Anschluß an das Internet verfügt. Das WWW ist damit natürlich auch das ideale Medium für die Erschließung bibliographischer Da- tenbestände. 3. Die Konzeption und ihre Realisierung Den Schwerpunkt unserer Arbeit 1995 bildete die Realisierung einer integrier- ten Recherche-Applikation mit Zugriff auf die Bestände der TH-Bibliotheken und des Gesamtkatalogs über WWW, der von jedem Arbeitsplatz aus über das Hochschulnetz erfolgen kann. Für den transparenten, systemunabhängi- gen Zugriff auf bibliographische Informationen wurde im letzten Jahr der in- ternational anerkannte Standard Z39.50 geschaffen, der in Fachkreisen unter der Bezeichnung SR-Schnittstelle bekannt ist. Es handelt sich hierbei um eine standardisierte Abfragesprache, welche einen unmittelbaren, systemunab- hängigen Zugriff auf Bibliotheksdaten erlaubt. Zur Zeit erfüllen nur wenige europäische Bibliothekssysteme alle Kriterien des Z39.50-Standards. So ist beispielsweise auch PICA nicht SR-kompatibel. Dies dürfte einer der Gründe dafür sein, daß der Einsatz von PICA vom zuständigen Gremium der DFG als eine eher transitorische Lösung verstanden wird. Die Einbindung von Allegro in die neuen Informationsdienste des WWW läßt sich dagegen relativ einfach realisieren, weil es durch sein offenes Design eine variable Anpassung an verschiedene Standards erlaubt. Auch die Über- nahme von Daten aus dem Zentralsystem PICA wäre hier ohne großen Auf- wand möglich. Nachdem im Herbst 1994 auf der Jahrestagung von Allegro- Spezialisten in Braunschweig der Prototyp eines WWW-Recherchemoduls unter Allegro gezeigt wurde, entwickelten wir eine eigene Konzeption für die Einbindung der TH-Bibliotheken ins WWW, welche die offensichtlichen Schwächen des Braunschweiger Systems beheben sollte. Im Vordergrund unserer Überlegungen stand dabei die Gestaltung eines Retrievalsystems, welches die einfache, intuitiv einsichtige Bedienbarkeit des WWW mit den differenzierten Such- und Verknüpfungsmöglichkeiten professioneller Daten- banksysteme verbinden kann. Hierbei zeigte sich sehr rasch, daß die Braun- schweiger Lösung diese Anforderungen nicht erfüllen konnte. Waren wir zu- BlBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 1 79
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