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Volume Heft 7 Die Bibliothek der Zukunft: Öffentliche Bibliotheken und das Internet

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

THEMEN _____________________________ Neue Medien sind und welche nicht. Unser Studium des öffentlichen Zugangs ist ein be- grenztes und kontrolliertes Experiment mit 12 Bibliotheksnutzern. Wir haben nun unsere 12 Versuchskaninchen so ausgewählt, daß sie einen repräsentativen Querschnitt ständiger Bibliotheksbenutzer darstellen. Wir geben nicht vor, daß wir ein ausgewogenes Qualitätsmuster oder ein zufällig ausgewähltes produzieren können, das brauchen wir zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Unser Anliegen ist es, ein besseres Verständnis der Nut- zungsmuster und des Wertes zu erreichen - wie können wir Menschen dabei behilflich sein, das Internet effektiv zu nutzen? Welchen Nutzen können sie erwarten? Was fällt ihnen leicht? Was empfinden einige als zu schwierig im Umgang mit dem Internet? Wie können wir es erreichen, daß sie Selbstver- trauen gewinnen? Ziemlich wahrscheinlich werden die ,,Croydon-12" keine großartig neuen Theorien beweisen. Unsere Absicht hat eher mit dem Prozeß als solchem, als mit dem Ergebnis zu tun. Wir werden die ,,Croydon-12" trainieren und dann ihren Umgang mit dem Internet beobachten und ihnen zur Seite stehen. Nach einer vereinbarten Stundenanzahl werden wir ihre Erfahrungen bewerten. Dieses Experiment ist eine Methode, um die Verhaltensweisen von meist Nichtakademikern heraus- zufinden, die das traditionelle akademische Modell des Netzwerkgebrauches nicht gewohnt sind. Am Ende des Prozesses werden wir mehr über das menschliche Verhalten wissen; mehr über Trainingsmethoden und folglich auch viel mehr über die Mittel und Kosten, derer es bedarf, um Menschen beim Erkunden behilflich zu sein. Und zuletzt stellt die dritte Richtlinie (Netzwerkzugang) eine Sammlung ver- schiedenster Sachverhalte dar. Bisher haben uns die technischen Probleme die größten Kopfschmerzen bereitet: der verläßliche Aufbau einer Netzwerk- verbindung, um WWW-Browser zum Arbeiten zu bringen; das Schützen von etwas, das, bis wir begannen, ein privates Netzwerk war; das Anpassen von Routern; das Verstehen, welche Wechselwirkung zwischen der Browsersoft- ware und unseren anderen Netzwerksystemen besteht. Die Kosten, dieses System auf unserer bereits existierenden Netzwerkumgebung zum Laufen zu bringen, waren nicht geringfügig. Unserer Erfahrung nach ist der Erfahrungs- prozeß beides: zeitraubend und frustrierend, und er kostet mehr als man er- wartet. Die Wirtschaftlichkeit der ,,Versorgerseite" ist wichtig. Der Wert ist auf beide Aspekte des Projekts zu beziehen: auf das elektronische Nachschlagewerk und auf den öffentlichen Zugang. Der Wert ist das Ergebnis, welches der Nutzer erzielt; es ist sein Gewinn (und folglich auch unserer). Wenn man den Nutzen des Internets für Öffentliche 1268 BIBUOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 7
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