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Volume Heft 7 Die Bibliothek der Zukunft: Öffentliche Bibliotheken und das Internet

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Neue Medien _____________________________ THEMEN ne-Suche in Öffentlichen Bibliotheken eine im Hinterzimmer befindliche Dienstleistung ist, so könnte der Internet-Anschluß auf die gleiche Art und Weise durchgeführt werden. Wir haben eine Reihe relevanter Quellen aufge- tan, die den Wert der laufenden Dienstleistungen steigert: Stümpers - ein internationales Netz von Bibliothekaren, die ihre Zeit zur Verfü- gung stellen, um ,,unmögliche" Fragen zu beantworten. Wenn man seine Frage in Umlauf bringt, kann man mit etwas Glück die Antwort innerhalb von 30 Minuten aus irgendeinem Teil der Welt erhalten. Die Mitarbeiter der ,,Croydon Library" haben sowohl Fragen zur Beantwortung hinausgeschickt, als auch selbst Fragen anderer beantwortet. Bei Stümpers stellt sich die Frage nach der Gegenleistung für die erbrachten Investitionen - sollten wir z.B. Benutzer- anfragen aus British Columbia beantworten, wenn wir doch unseren eigenen Benutzern mehr Aufmerksamkeit schenken könnten? Das Konzept einer sol- chen Kooperation ist sehr interessant, und wir werden die Aktivitäten von Stümpers weiterhin verfolgen und festhalten, um das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen einschätzen zu können. Spezialisierte Datenbanken - wir haben einige sehr umfassende Datenbanken ausfindig gemacht, deren Inhalt nicht mit irgendeinem gedruckten oder Onli- ne-Format vergleichbar ist. Glazebase der Universität Southern California ist ein gutes Beispiel dafür. Es beinhaltet Informationen zu Glasuren, weit dar- über hinausgehend, was wir sonst noch irgendwoanders finden konnten. Es gibt noch viele andere mehr. Themenorientierte Suchdienste - es gibt verschiedene Stellen im Internet, in denen es detaillierte themenorientierte Suchdienste für bestimmte Wissensbe- reiche gibt. Die Universität von Michigan ist eine der führenden Einrichtungen auf diesem Gebiet, und ihre Arbeit ist ein Modell, welches Öffentliche Biblio- theken dazu benutzen könnten, Verzeichnisse von besonderer Bedeutung für ihre eigenen Benutzergruppen zu erstellen. YAHOO und natürlich auch BUBL sind weitere, sich entwickelnde Beispiele. Wegweiser zu diesen ,,subject gui- des" finden sich im British Library's Portico Informationsservice unter http://www.portico.bl.uk. Diese Arbeit beinhaltet gleichermaßen das ,,Wie" und das ,,Was". Unsere Pro- jektleiterin hat eine Reihe Mitarbeiter im Umgang mit dem Internet geschult, und während sie zum zweiten Teil des Projekts vorrückt, entwickeln die übri- gen Mitarbeiter ihr Können. Das alles ermöglicht das Bereitstellen von weite- ren Suchstrategien für andere. CLIP ist in erster Linie als ein Lernprozeß gedacht, der Kollegen angeboten werden kann, und wir glauben, daß öffentlicher Zugang zwar notwendig für die Zukunft der Öffentlichen Bibliotheken ist, wir aber die Prozesse und Mo- delle der Benutzung verstehen müssen, welche nutzbringend für die Benutzer BlBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 7 1 6 2 7
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