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Volume Heft 6 Öffentliche Bibliotheken und regionale Verbundsysteme: Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Politik _______________________________ THEMEN und des Angebots von Informationstechnologie-Dienstleistungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Öffentliche Bibliotheken aller Größenordnungen verfügen aber oft nicht über ausreichende personelle, finanzielle und techno- logische Ressourcen, um an dem neu entstehenden Markt an Informations- dienstleistungen teilzunehmen; finden sie mit diesem Problem nicht ausrei- chend Beachtung, wird das Gefalle immer größer. Im Zuge der immer stärker werdenden Nutzung der EDV sowohl für benutzer- bezogene Dienste (Recherche, Leihverkehr, Ausleihe, Info-Medien) wie auch für Verwaltungsvorgänge (Erwerbung, Katalogisierung, Haushaltsführung, Sta- tistik) ist diese Tatsache besonders nachteilig. Öffentliche Bibliotheken kön- nen das notwendige Know-How oft nicht vor Ort alleine entwickeln und sind daher auf kompetente Partner angewiesen. Kooperative Modelle zwischen öffentlichen Bibliotheken und auch zwischen öffentlichen und wissenschaftli- chen Bibliotheken und Einrichtungen sind in Deutschland bisher nur vereinzelt anzutreffen. Aufgrund der unterschiedlichen Trägerschaft sowohl der öffentli- chen Bibliotheken - und hier besonders der Vielzahl mittelgroßer und kleinerer öffentlicher Bibliotheken - als auch der regionalen und überregionalen Ver- bundsysteme ist eine Flut regionaler Besonderheiten in den Formen und Inhal- ten der Kooperation bzw. der Nutzung von IT-Diensten vorzufinden. Mit den regionalen und überregionalen Verbundsystemen ist in Deutschland eine Struktur abgestimmter, kooperativ organisierter ,,Bibliotheksrechenzen- tren" entwickelt worden. In der Aufbauphase dienten sie vordringlich der Ra- tionalisierung der Katalogisierung und des Nachweises in den wissenschaftli- chen Bibliotheken durch IT-Einsatz. Es ist damit ein umfassender Nachweis für Monographien und Zeitschriften wissenschaftlicher Bibliotheken entstan- den. Zur Zeit wandeln sich die Verbundsysteme zunehmend zu Dienstlei- stungszentralen, die über ein breites Spektrum von Angeboten auf dem Markt der Informationstechnologie - von Fortbildung über Beratung bis zu IT-Dien- sten für Recherche und Nachweis - verfügen. In der kooperativen Nutzung der in den regionalen und überregionalen Ver- bundsystemen vorhandenen Infrastruktur und ihres IT-Sachwissens sowie der regionalen Beratungskompetenz der Fachstellen liegt die Möglichkeit, öffentli- chen Bibliotheken aller Größenordnungen effiziente Unterstützung zu bieten. Diese Position wird schon in der 3. Empfehlung der Kultusministerkonferenz zum öffentlichen Bibliothekswesen und auch in ,,Bibliotheken '93" vertreten. Dies erfordert allerdings auch eine gezielte Investition in die Leistungsfähigkeit der betreffenden Einrichtungen. Um den Problemen jeweils lokal entwickelter Einzellösungen zu begegnen, sind möglichst frühzeitig die Zugangsberechti- gungen, technischen Voraussetzungen und normierte Schnittstellen zur Teil- nahme an den Verbundsystemen abzustimmen. BlBUOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 6 1 9 0 5
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