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Volume Heft 6 Eine Reise durch Moskauer Bibliotheken

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Ausland ______________________________ THEMEN Die Russische Staatsbibliothek Adresse: 101000 Moskau, Vozdvizenka 3, Rossijskaja Gosudarstven- naja Biblioteka, Tel.: (007 - 095) 202 - 35 65, - 14 27 (Abteilung für internat. Beziehungen), Fax: (007 095) 200 22 55, e-mail: irgb@glas.apc.org Gründungsjahr: 1862 als 1. OB Moskaus, damals ,,Bibliothek des Moskauer öffentl. Museums u. d. Rumjanzev-Museums" Bestand: > 40 Mill. ME in 91 Sprachen, wertvoller Handschriftenbe- stand, Nachlässe, Bildmaterial, Karten, Noten, Schallplatten u.v.a.m. Benutzer: jährl. 12 Mill. Ausleihe Leihverkehr: gebende Bibl. an 12.000 Bibliotheken_____________ Natürlich ist es unmöglich, diese riesige Bibliothek in einem zweistündigen Besuch kennenzulernen. Deshalb nur ein paar Eindrücke: Man sollte sich nicht daran stören, daß die Bibliothek noch immer von allen ,,Leninka" genannt wird (auch die Ansage der nach ihr benannten Metro- . Station hat noch niemand geändert). Die im Stil der 50er Jahre eingerichteten riesigen Lesesäle zum Beispiel würden viel von ihrer Atmosphäre verlieren, wenn man das äußerst funktionale und stilechte Mobiliar ersetzen würde. In bezug auf andere Dinge wäre jedoch etwas mehr Veränderung nutzbringend: Zum Beispiel bei der Restaurierung des schönen Altbaus, in dem die Biblio- thek einst 1862 als Rumjanzev-Museum eröffnet wurde. Die Umbauten ziehen sich seit Jahren in die Länge, und da es nach wie vor am Geld mangelt, wird das wohl so bleiben... Eine Bibliothek mit mehr als 40 Millionen Medien-Einheiten hat immer Platz- probleme. Der Bestand wächst jährlich um 500.000 Einheiten, wenn auch die zwei Pflichtexemplare nicht immer freiwillig abgegeben werden (ca. 30 % der Veröffentlichungen müssen die Erwerbungsbibliothekare selbst aufspüren und ,,eintreiben" - die Methoden werden streng geheimgehalten und entlocken der befragten Mitarbeiterin nur ein sibyllinisches Lächeln). Trotz großzügiger Öffnungszeiten (täglich von 9.00 bis 21.00 Uhr) sind die 1.985 Plätze in den 19 thematisch getrennten Lesesälen fast ständig besetzt, in Stoßzeiten reichen sie nicht aus. (Es gibt übrigens auch eigene Lesesäle für Akademiker und für die ,,niederen Chargen".) Auch hier hat inzwischen etwas Technik Einzug gehalten: auf 4 IBM-PCs können Benutzer einige CD-ROMs durchforsten (z.B. Medline, Social Science BIBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 6 1 6 0 7
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