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Volume Heft 6 Elektronische Bibliotheken - ein Programm und einige Projekte

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Ausland ______________________________ THEMEN Elektronische Dokumentenlieferung: Der elektronische Zugriff erfolgt häufig auf ,,Surrogate" von Dokumenten (typischerweise sind dies bibliographische Beschreibungen oder Abstrakte), weniger auf die Dokumente selbst. Projekte in diesem Bereich testen die verschiedenen Liefermöglichkeiten dieser Doku- mente über das Netz. Die Universität Stirling arbeitet zusammen mit der Universität East Anglia (Norwich), den Universitäten von Lancaster und dem Bath Information and Data Service (BIDS) in dem EDDIS (Electronic Document Delivery: The Inte- grated Solution) Projekt. EDDIS zielt darauf ab, einen integrierten, endnutzer- gesteuerten (Identifikation, Bestand, Sichtbarmachung und Bestellung) elek- tronischen Dokumentenlieferdienst für Dokumente, die nicht zurückgegeben werden müssen (wie normalerweise Zeitschriftenartikel) anzubieten. Der An- fragemechanismus wird aber auch in der Lage sein, Dokumente, die zurück- gegeben werden müssen (so wie normalerweise Bücher), zu bestellen, und alle Arten von Dokumenten sowohl auf traditionelle als auch elektronische Weise zu beschaffen. Die Quellen der Dokumentenbeschaffung dieses Projek- tes umfassen unter anderem BLDSC, SALSER (Scottish Academic Libraries Serials holdings discovery service), JASON (einen ähnlichen Service von der Universität Bielefeld) und die Cambridge University Press. EDDIS arbeitet im Bereich der Entwicklung elektronischer Lieferungssoftware mit JEDDS zu- sammen, einem Konsortium, dem die US Research Libraries Group (RLG) und einflußreiche Institutionen in Australien und Asien angehören. Publizieren on demand: In einigen Fachbereichen entsteht durch die große Zahl von Studenten ein enormer Druck auf die Bibliotheken, denn einige be- stimmte Bücher werden von allen Studenten zur gleichen Zeit gebraucht. Mit Hilfe des Publizierens on demand soll dieses Problem verringert werden. Die Scottish Collaborative On-demand Publishing Entreprise (SCOPE) hat ihren Sitz in Stirling, erhält aber technische Unterstützung von der Napier Universität, Edinburg, und bedient etwa 13 akademische Institutionen in Schottland. Dokumente sind hier in elektronischer Form gespeichert, um sie auf Kundenanfrage veröffentlichen zu können. Digitalisierte Anthologien von Texten werden von Lektoren aus einer Vielzahl von verschiedenen Quellen zuerst nach zwei Hauptthemen geordnet, dann entsprechend der Anfragen der Studenten ausgedruckt und zu einem geringen Preis verkauft. Im zweiten Jahr soll die Ressourcenbank auch um Texte, die von den akademischen Mitarbeitern der Universität geschrieben wurden, erweitert werden, um so die üblichen Publikationen zu umgehen. Ab dem dritten Jahr wird es für die Stu- denten möglich sein, Suchen in SCOPE durch das Netz zu machen, vom Bildschirmtext über downloading bis zum Ausdruck. Für weitere Informatio- nen sehen Sie bitte nach unter: http://www.stir.ac/infoserv/scope BIBUOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 6 1 4 0 5
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