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Volume Heft 6 Die Britische Nationalbibliothek auf dem Weg zur Elektronischen Bibliothek

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

THEMEN ________________________________ Ausland den. Ein großer Teil der Automatisierung ist schon gegeben. Wenn eine elek- tronische Bestellung in Boston Spa eintrifft, hilft das interne Automatch Sy- stem, die Bestellung direkt in den Teil des Hauses weiterzuleiten, in dem sich der gewünschte Posten befindet. Die Bestellungen werden also im wahrsten Sinne des Wortes vor Ort ausgedruckt und sofort bearbeitet. So erreicht die BL für elektronische Bestellung schon jetzt oft eine Bearbeitungszeit von 24 Stunden für den Standardservice. Doch dies alles läßt sich noch verbessern, denn die Technik entwickelt sich ständig weiter, nicht zuletzt, weil ständig neue Bedürfnisse nach noch höherer Geschwindigkeit, mehr Unmittelbarkeit, mehr Benutzerfreundlichkeit usw. aufkommen. Lassen Sie mich Ihnen ein paar Beispiele für Projekte auf dieser Dienstleistungsebene geben, die zum Teil bereits in kommerzielle Produkte übergegangen sind: 1.3.1 Patente und Dokumente auf Knopfdruck - die ,,Patent Express Juke- box" und ,,Inside" Die British Library verfügt bereits über die wahrscheinlich größte Sammlung von Patenten weltweit und erfüllt 98% aller Bestellungen (das sind ca. 600.000 pro Jahr), die bei Patent Express eingehen. Die Speicherung von nationalen und internationalen Patenten auf CD-ROM erlaubt es den Mitarbei- tern von Patent Express in weniger als 2 Minuten die gewünschte Schrift zu finden und auszudrucken. Die dafür entwickelte Jukebox - sie besteht eigent- lich aus 18 Jukeboxes und man müßte Jukebox System sagen - hält mehr als 1.8 Millionen Patente auf 5500 CD-ROMs. Im Moment wird die Nummer des Patents noch per Hand eingegeben, nachdem ein Mitarbeiter überprüft hat, ob das gewünschte Patent auf CD-ROM gespeichert ist. Suche und Ausdruck erfolgt dann automatisch, bevor die Kopie in den Versand geht oder per Fax zum Kunden geschickt wird. Die Zukunft wird einen Service rund um die Uhr bringen, der besonders für internationale Kunden interessant sein wird (USA, Australien etc): Der Plan ist, daß die Benutzer von ihrem Terminal aus online das Patent anfordern, das dann von der Jukebox aufgefunden, ausgedruckt und über einen Faxserver versandt wird. Patent Express rechnet damit, daß die technische Entwicklung Ende 96 diese Bestellvariante möglich machen wird. Im Moment werden erst 30% aller Bestellungen von der Jukebox erle- digt, bis September diesen Jahres sollen es bereits 60% sein. Eine Strategie für das Jahr 2000 besagt: Die BL macht sich zur Aufgabe, ei- nen Current Awareness Service, verbunden mit einem individuellen Artikellie- ferdienst zu entwickeln. Anders als der Großteil der Dienstleistungen der BL, die sich an Bibliotheken und Informationsvermittler richten, sollen diese den Endnutzer in Forschung und Industrie bedienen. Unter den Arbeitstiteln Ser- vice 21 und DiSCovery entwickelt, wird die BL im Mai diesen Jahres in 1040 BlBLIOTHEKSOIENST 30. Jg. (1996), H. 6
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