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Volume Heft 5 Koordinierter Zeitschriftenbezug an einer Universität als Modell

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

THEMEN _______________________________ Erwerbung Koordinierter Zeitschriftenbezug an einer Universität als Modell Joachim Dietze Am 27. Januar 1995 hat die Kultusministerkonferenz einen Beschluß gefaßt, der ,,die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten der Hochschulbibliotheken" zum Thema hat. Einleitend wird in diesem Beschluß11 darauf hingewiesen, daß ,,eine angemessene gut funktionierende Literaturversorgung" ... wesentliche Grundvoraussetzung für Forschung und Lehre ist. Dazu werden entsprechend ausgestattete Bibliotheken benötigt, die mit beträchtlichen Aufwendungen funktionsfähig gehalten werden müssen. Die jährlich steigenden Preise für wissenschaftliche Literatur machen diese Zielsetzung zunehmend utopischer. Die Forderung lautet deshalb, ,,verbesserte Koordinierungsmöglichkeiten beim Literaturerwerb auf institutioneller, lokaler und regionaler Ebene" einzusetzen. Es muß in erster Linie darum gehen, erst einmal auf der institutionellen Ebene, also innerhalb einer Universität oder Hochschule, den Bezug der Literatur zu koordinieren, wobei wir uns hier nur mit den Zeitschriftenabonnements befas- sen wollen. Voraussetzung für einen koordinierten und damit möglichst ökonomischen Bezug von Zeitschriften an einer Universität ist deren einschichtiges Biblio- thekssystem, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Direktor der Zentralen Bibliothek das Weisungsrecht auf dem Gebiet der Bibliotheksverwaltung, des Personaleinsatzes und der Haushaltsmittel ausübt, wobei die Universitäts- bzw. Hochschulbibliothek aus der Zentralen Bibliothek und den ihr ange- schlossenen Zweigbibliotheken besteht. Außerdem werden die Einrichtungen der Information und Dokumentation in dieses System integriert. Wenn die Grundsätze einer sparsamen und geordneten Haushaltsführung durch die Bibliothek beachtet werden sollen, dann ist als weitere Voraussetzung dafür notwendig, möglichst elektronisch unterstützte Literaturnachweise zu besit- zen, die es gestatten, u. a. auch den Zeitschriftenbestand mit seinen Standor- ten vorzuhalten. Im Jahre 1995 hat die Bibliothekskommission des Senates der Martin-Luther- Universität in Halle darum gerungen, ein Modell und einen Schlüssel für den Zeitschriftenbezug an der Universität zu erarbeiten, was nicht ohne Friktionen und Schwierigkeiten vollzogen werden konnte. Letztendlich kam es zu einer Einigung, so daß der Schlüssel zur Verteilung der Mittel für den Zeitschriften- bezug dem Senat vorgelegt wurde, der ihn auch billigte. 854 BIBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 5
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