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Volume Heft 4 Ausleihanalysen als Instrument der Bestandsevaluierung

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Erwerbung ______________________________ THEMEN tiert werden. Der Ausleihquotient ist stets im Kontext zu sehen. So sind insbe- sondere die Geisteswissenschaften auf einen ,,Zusammenhangsbestand" angewiesen, der wiederum voraussetzt, daß im Bestandsaufbau nicht aus- schließlich die nachfrageorientierte Auffassung zum Tragen kommt, sondern daß die Erwerbungspolitik in abgestufter Form daneben durchaus dem sy- stematischen Ansatz verpflichtet ist und - über den aktuellen Bedarf von For- schung und Lehre hinaus - auch dem potentiellen Bedarf Rechnung trägt. Ungeachtet dieser Einschränkungen muß im Rahmen der Bestandsevaluie- rung der Blick auch kritisch auf die Nutzung der vorgehaltenen Bestände gerichtet sein. Im folgenden werden Verfahrensweisen der Bestandsevaluierung anhand von Ausleihanalysen in den Universitätsbibliotheken Freiburg, Wuppertal und in der Universitätsbibliothek der FU Berlin beschrieben. Wenngleich dabei die Anwendung in der Lehrbuchsammlung im Vordergrund steht, so zeigt die Praxis an der ÜB Freiburg, daß die Ausleihanalyse als Evaluierungsmethode darüber hinaus dem Bestandsaufbau im Hinblick auf einen möglichst effizien- ten Mitteleinsatz eine wertvolle Unterstützung bietet. Anmerkungen: 1) Griebel, Rolf: Bestandsaufbau und Erwerbungspolitik in universitären Bibliotheks- systemen. Rolf Griebel, Andreas Werner, Sigrid Hornei. Berlin: DBI, 1994, (dbi- materialien; 134) 2) Kowark, Hannsjörg: Methoden der Bestandsevaluierung: Auswertung der passiven Fernleihe. In: BIBLIOTHEKSDIENST 29 (1995) 12, S. 1955-1959. 3) ders.: Bestandsevaluierung bei Zeitschriften. In: BIBLIOTHEKSDIENST 30 (1996) 3, S. 461-465 2. Ausleihanalysen und Bestandsaufbau in der ÜB Freiburg Hannsjörg Kowark Die Einbeziehung von Ausleihanalysen in den Bestandsaufbau gehören in Freiburg seit Jahren zur Tradition einer kritischen und bedarfsorientierten Erwerbungspolitik, vor allem jedoch in den primär frequenzorientierten Be- standsbereichen wie z. B. der Lehrbuchsammlung. Bis zur Einführung eines automatisierten Ausleihsystems mußten die Analysen konventionell durchge- führt werden und blieben, da das Verfahren als solches sehr aufwendig ist, im wesentlichen auf die Lehrbuchsammlung beschränkt. Jedes Lehrbuch wurde bei der Ausleihe auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels mit dem jeweili- BIBUOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 4 671
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