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Volume Heft 4 Bibliothekswesen in den USA Mitte der neunziger Jahre

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

THEMEN _____________________________ Ausland schäftigen sich vorrangig mit der optimalen Nutzung der existierenden Infor- mationen und Informationsquellen. Es wird versucht, die Informationen, die die Westinghouse-Mitarbeiter benötigen könnten, aus dem Internet und ande- ren elektronischen Quellen herauszuziehen und in der Bibliothek strukturiert und geordnet anzubieten. Der Bibliothekar beschäftigt sich also hier mit den ihm zur Verfügung stehenden Informationsquellen und der sinnvollen Anbie- tung der darin enthaltenen Informationen. Die ,,Verwaltung" der Bibliothek erledigen ausschließlich technische Kräfte. 2. Washington Post Die Tätigkeit des Bibliothekars bei der Washington Post, neben der New York Times eine der größten Tageszeitungen in den U.S.A., würde ich als Assistent des Redakteurs umschreiben. Er verschafft dem Redakteur die Informationen, die der für seinen Artikel oder seine Reportage benötigt. Auch hier steht die Ausnutzung aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen im Vorder- grund. Der Bibliothekar bezeichnet sich hier selbst als Navigator, der die, seiner Meinung nach, besten und wichtigen Quellen auswählt und zusam- menstellt. 3. Schulbibliotheken (eine Bibliotheksform, die in Deutschland weniger verbreitet ist) Der Bibliothekar, oft ein Lehrer mit bibliothekarischer Zusatzausbildung, hier als ,,Zuarbeiter" des Lehrers, der den Zugang zu für die Schüler wichtigen Informationen, Quellen, Medien etc. ermöglicht, den Umgang mit der dafür notwendigen Technik lehrt und sehr eng mit dem Lehrer, die Gesamtunter- richtsgestaltung an der Schule betreffend, zusammenarbeitet. An amerikanischen Bibliotheken zeichnet sich folgende Entwicklung ab: Ne- ben traditionellen Aufgaben widmet sich der Bibliothekar immer stärker der Informationsvermittlung. Als wichtiges Berufsfeld kristallisiert sich das des Informationsspezialisten heraus, der Informationen/Informationsquellen strukturiert und geordnet vermittelt und ggf. mit Mehrwertdiensten anbietet. Ich denke, diese Entwicklung wird auch am deutschen Bibliothekswesen, angesichts der rasanten Entwicklung auf dem Informationssektor, nicht spur- los vorbeigehen. Das Selbstverständnis amerikanischer Bibliothekare (Elgin Jakisch) Warum ist das Selbstverständnis des Bibliothekars wichtig im täglichen Ar- beitsleben, und was fällt dem Nicht-Amerikaner auf ? 640 BIBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 4
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