Path:
Volume Heft 4 Bibliothekswesen in den USA Mitte der neunziger Jahre

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

THEMEN ______________________________ Ausland reservieren. Dies heißt jedoch nicht, daß farbenprächtige Handzettel und Informationstafeln rund um die Ausstellungen fehlen! Es handelt sich um eine zusätzliche Art der Informationsvermittlung bzw. -Präsentation. Der ,,Events"- Terminplan (als Beispiel wähle ich die Veranstaltungen im Monat Dezember 1995) ist in seiner, ,,bibliotheksuntypischen" Programmstruktur erwähnens- wert. In rascher Abfolge (zwei bis drei Veranstaltungen pro Woche) wechseln sich Filme über Jazzgrößen mit Autorenlesungen ab, politische Diskussionsfo- ren mit Ausstellungseröffnungen. Value-added-Service Die von mir stichprobenartig untersuchte Library and Information Science- Seite (URL: http://lcweb.loc.gov/global/library) listet mehr als fünf DIN-A4 Seiten Hypertext-Links zu namhaften Universitäten und Forschungseinrich- tungen in den USA und der restlichen Welt auf. Eine grobe Strukturierung (Allgemeine Ressourcen, National /International) wird von einer feinmaschigen Unterteilung in einzelne Bibliotheksbereiche, Verbindungen zu Fachverbänden bzw. einer Aufstellung von Fachzeitschriften und kommerziellen Anbietern abgelöst. Hiermit leistet die Library of Congress einen ,,value-added-service" in Hinblick auf den allseits drohenden ,,Information overload": Sie wählt wich- tige Institutionen aus und stellt hypermediale Verbindungen zu deren Samm- lungen her, die der Benutzer andernfalls mühsam und mit großem Zeitauf- wand zusammentragen müßte. Zusammenfassung Eine Homepage für einen derart großen und heterogenen Benutzerkreis wie den der Library of Congress international zugänglich zu machen, sie in einer detaillierten und dennoch übersichtlichen Struktur zu präsentieren und konti- nuierlich auf neuestem Stand zu halten ist kein leichtes Unterfangen71. Meiner Ansicht nach ist es den Verantwortlichen gelungen, dem Benutzer ein umfang- reiches und individuell bestimmbares Suchwerkzeug an die Hand zu geben und z. T. sehr interessante Hypertext-Verbindungen anzubieten. Diese sind präzis definiert und führen den Nutzer von der gewünschten Stelle auch wie- der an den gewünschten Ort zurück. Die hohe Aktualisierungsfrequenz ist sehr erfreulich. Im Vergleich zum deutschen Bibliothekswesen zeichnet sich eine Tendenz ab: Schwerpunkt und vorrangiges Ziel des amerikanischen Bibliotheksbetriebs scheinen weniger in der Bewahrung der Sammlungen zu liegen als in der Aufgabe, diese dem Nutzer bestmöglich zugänglich zu machen8'. Kennzei- chen dieser Haltung sind die gut ausgestatteten (telefonischen) Auskunfts- 638 BIBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 4
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.