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Volume Heft 3 Keep it simple? Retrospektive Katalogkonversion in einer Forschungsbibliothek - ein Erfahrungsbericht

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

Erschließung ____________________________ THEMEN Katalogisierungsmodul ,,SIKIS" überspielt und in einer Datei, versehen mit Signatur und Schlagworten, gespeichert. Daneben arbeitete die Titelaufnahme konventionell weiter, da zunächst die organisatorischen und technischen Voraussetzungen zu schaffen waren für die Einführung eines Online-Katalogs. Zu den damals noch ungeklärten Voraussetzungen zählte übrigens auch, daß die Personennamen-Normdatei mit den Namen vor 1850 noch nicht vorlag, das Sonderregelwerk der RAK für Alte Drucke noch nicht erschienen war und die Reform der RAK für Online-Kataloge noch diskutiert wurde. 1992/93 erfolgte die Einführung des OPAC. Die Katalogisierung wurde jedoch nicht gleichzeitig komplett auf EDV umgestellt, sondern zunächst galt der Abbruch des Zettelkatalogs nur für Neuerwerbungen mit Erscheinungsjahr ab 1990. Die Mehrzahl der Neuzugänge - etwa neun von zehn unserer neu er- worbenen Bücher sind vor 1990 erschienen - wurde weiterhin konventionell nach Pl katalogisiert. Erst nachdem das Konzept für die Altbestandskonversion feststand, schien es sinnvoll, die Katalogisierung komplett auf EDV umzustellen. Ohne auch die Altbestände im Online-Katalog verfügbar zu machen, hätte jede Alternative bedeutet, auf Dauer mit zwei Katalogen zu arbeiten oder aber den Aufwand eines doppelten Nachweises der Titel - sowohl im Online-Katalog als auch im konventionellen, zudem mit unterschiedlichen Erschließungskriterien - zu betreiben. 1994 wurde so die Katalogisierung der Neuerwerbungen komplett auf EDV umgestellt und zugleich die retrospektive Katalogkonversion in Angriff ge- nommen. 3. Grundsätze und Zielsetzung des Konversionsprojektes Die einfache Beschreibung einer Konversion ist die Umsetzung der konven- tionell vorhandenen Katalogdaten in eine maschinenlesbare Struktur. Heute ist dies für alle Bibliothekare schon lange nichts Neues mehr. Für uns aber ergaben sich aus der besonderen Erschließungstiefe unserer Bestände die Hauptanforderungen für die Retrokatalogisierung. Die Erschließungstiefe sollte soweit irgend möglich erhalten bleiben, ein Informationsverlust gegen- über dem konventionellen Katalog sollte nicht hingenommen werden müssen. Die alphabetische Katalogisierung der Bibliothek hatte die Möglichkeiten der PI-Regeln zur Erschließung vollständig ausgeschöpft. Zusätzlich gab es in der Katalogisierung eine Reihe von ,,Hausregeln", die nicht der Vereinfachung dienten, sondern entwickelt wurden, um die für den Bestandsschwerpunkt der Bibliothek wichtigen Informationen zu verankern. Ein prägnantes Beispiel für diese Katalogisierungspraxis sind Traktat-Sammlungen. Diese häufig mehrbändigen Sammelwerke diverser kurzer Traktate meist verschiedener BIBUOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 3 445
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