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Volume Heft 3 Die Hürden einer Spezialbibliothek

Full text: Bibliotheksdienst (Rights reserved) Issue 30.1996 (Rights reserved)

THEMEN _________________________ Betriebsorganisation Voller Elan hätten wir uns nun gerne an Nach- und Neuerfassung der auf Grund der Umstände eher noch gewachsenen Büchermengen begeben. Lei- der war eine Datenkonvertierung nicht möglich, z. B. auf Grund der oben beschriebenen fehlenden Zeichen u. a. bei Körperschaftsansetzungen oder dem geheimnisvollen Verschwinden von Serienverknüpfungen bei der Umstel- lung auf eine der ,,neuen" Programmversionen. Zunächst standen jedoch ganz andere Pläne an: Ein großer Teil unseres Hau- ses mußte und muß baulich saniert werden. Das betraf auch die Bibliothek. Konsequenz: Ein Umzug mit unserem damaligen Bestand von ca. 30.000 Bänden und 280 laufenden Zeitschriften in einen Ausweichpavillon stand an. Wir planten und bereiteten diesen Umzug sehr intensiv vor, denn wir mußten uns in den neuen Räumen mit nur ungefähr der Hälfte des bisherigen Platzes zufrieden geben. Wir nahmen den Umzug dann auch zum Anlaß einer umfangreichen Revision, Regalplatz mußte ja eingespart werden. Viele ältere Staffelexemplare wurden ausgesondert, zahlreiche Zeitschriftenjahrgänge in ein externes Magazin aus- gelagert. Da dazu sowieso nahezu jedes Buch in die Hand genommen werden mußte, lösten wir gleichzeitig die äußerst unpraktikable und von uns wenig geliebte Aufstellungstrennung nach Formaten auf (Exemplare einer System- gruppe waren so auf mehrere, unzusammenhängende Regale verteilt, je nach Füllmöglichkeit) und bereiteten eine neue, systematische Aufstellung vor. Natürlich war die Bibliothek vor und während des Umzugs nicht zugänglich, und betrachtet man die unerquickliche Situation in der Zeit davor, die auch Benutzungsnachteile nach sich zog, waren wir sehr unbefriedigt und auch um das Ansehen der Bibliothek besorgt. Denn schließlich wollten wir ja effektiver und schneller werden, neue Leistungen anbieten, wie etwa einen OPAC, und nicht nur dem Selbstzweck der Bibliothek dienen. Im November 1993 bezogen wir die Übergangsräume, die bis an die Grenze des Vertretbaren vollgestellt waren. Einen getrennten Bürobereich gab es für uns nicht. Nun konnte es - endlich - losgehen mit der Auf-, Nach- und laufenden Bear- beitung. BIS-LOK war inzwischen ausgeliefert und installiert. Wir hatten uns in Absprache mit unserer EDV-Abteilung zunächst für eine DOS-Lösung ent- schieden, eine Netz-Version sollte aber folgen. Auf einem PC wurde die Kata- logisierung, Ausleihverbuchung, Druck, Ex- und Import und Statistikmodul installiert, auf einem weiteren war bereits im September 1993 das damals noch mit BIS-LOK zusammen zu erwerbende Zeitschriftenverwaltungspro- gramm News-Office und schließlich auf einem Benutzer-PC der OPAC instal- 438 BIBLIOTHEKSDIENST 30. Jg. (1996), H. 3
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