Digitalisat des Monats September 2026

Zum 150. Todestag von Adolf Glaßbrenner

Anlässlich des 150. Todestags von Adolf Glaßbrenner (1810-1876) am 25. September stellen wir seinen Nachlass als Digitalisat des Monats vor. Glaßbrenner gilt als Vater des Berliner Humors: scharfzüngig, politisch unbequem und meisterhaft im Berliner Dialekt. Als Journalist, Schriftsteller und Satiriker schrieb er unter anderem unter dem Pseudonym Adolf Brennglas gegen Zensur, Obrigkeit und preußische Verhältnisse an. Trotz Verwarnungen und eines fünfjährigen Berufsverbots ab 1833 verstummte er nicht, sondern prägte mit seinen populären Groschenheften weiterhin den Berliner Witz. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Berlin wie es ist – und trinkt", „Buntes Berlin" und „Neuer Reineke Fuchs".

An seiner Seite stand Adele Glaßbrenner-Peroni, dramatische Hofschauspielerin und Schauspiellehrerin. Der gemeinsame Nachlass der Eheleute eröffnet Einblicke in Literatur, Theater, Politik und Alltag des 19. Jahrhunderts.

Begleitend dazu erinnert Dr. Volkmar Steiner in seinem Bildervortrag „Adolf Glaßbrenner – Erinnerungen an einen Vielverkannten“ an den Erfinder der querköpfig-verschmitzten Berliner Type, den Chronisten des biedermeierlichen Berlin und den vielzitierten Vater des Berliner Witzes. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 23. September 2026 in der Berliner Stadtbibliothek statt. Eine Veranstaltung des Vereins für die Geschichte Berlins in Kooperation mit der ZLB.

Weitere Titel aus unserer Reihe "Digitalisat des Monats"

Bei der sprachlichen Bearbeitung kam ein KI-gestütztes Schreibwerkzeug (ChatGPT) zum Einsatz.

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