Digitalisat des Monats Februar 2026

Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft 1904 in Berlin

Wie die Berliner Illustrierte Zeitung im Januar 1904 berichtete, war die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft jenes Jahres in Berlin ein bedeutendes Ereignis für den jungen internationalen Eiskunstlaufsport. Austragungsort war der Berliner Schlittschuh-Club, einer der ältesten und renommiertesten Eissportvereine Deutschlands. Die Wettkämpfe fanden auf Natureis statt – möglich durch den damals strengen Winter mit langanhaltendem Frost.

Martin Gordan, Mitglied des Berliner Schlittschuh-Clubs, gewann bei dieser Meisterschaft die Bronzemedaille. Er galt als einer der besten deutschen Eiskunstläufer seiner Zeit und war bekannt für seine elegante Technik und präzise Pflichtfiguren.

Auch Paarlauf und Reigenlauf waren bereits fester Bestandteil des Programms. Der Paarlauf, bei dem ein Mann und eine Frau gemeinsam auf dem Eis tanzen, entwickelte sich gerade zur eigenständigen Disziplin. Der Reigenlauf – ein synchroner Formationslauf mit mehreren Läuferinnen und Läufern – war besonders in Berlin beliebt und wurde häufig bei Schaulaufen gezeigt.

Eine technische Neuerung jener Zeit war der sogenannte Eisschlitten, der für Notfälle auf dem Eis entwickelt wurde. Er ermöglichte es, verletzte Personen schnell und sicher vom Eis zu bringen – ein wichtiger Fortschritt nicht nur für die Sicherheit im Eissport.

Berliner illustrierte Zeitung, 1904, XIII. Jahrgang, Nr. 1-52. Digitalisiert durch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2025. URL: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15512075

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